Obwohl der im Auftrag der britischen Krone reisende Entdecker George Vancouver die Mündung am Fraser River 1792 sah, vermaß und links liegen ließ, wurde die Stadt, nachdem sie 1886 dann mit dem Bau des Endbahnhofs der transkontinentalen Eisenbahn von Calgary nach Westen entstand und rasend wuchs, nach ihm benannt. 2,5 Mio Einwohner kamen in den letzten 150 Jahren dazu, 10% Wachstum seit 2011, dynamischste Stadt Kanadas. Spannend also zu entdecken …

Mit unserem Vancouver-Kenner-Reiseführer-dreamteam Mattis und Malte haben wir uns gestern auf den Weg gemacht, die insights, geheimen Ecken und offiziellen sights zu entdecken und sind mit Mietauto-P&R-Skytrain ins Herz der City gefahren. Erster Eindruck: Mischung aus Frankfurt Hochhaussilhouette mit Hamburger Wetter („liquid sun“); nach Ankunft also zielstrebig den ersten Touri-Pub aufgesucht, wo wir mit unseren Vancouverexperten <19J in den alkoholfreien Familienbereich hinten links geschickt wurden – Doppelkopf! Als das Wetter aufklarte, zogen wir los, durch die City zum besten Kebabtruck der Stadt und bogen auf dem Weg zu Chinatown, das sich nur durch einen Weg am Rande eines langen Highwaystücks erschlossen hätte, links ab Richtung Gastown, der sehr charmanten und liebevoll restaurierten Altstadt von Vancouver. Auf dem Weg durch die Stadt immer wieder hinter zwischen den Häusern freigegebene Blicke auf die umliegenden, zum Teil schneebedeckten Berge und den Fjord/ Pazifik. Insofern bekommt man den Eindruck, dass Vancouver eine Stadt mit etwas-von-allem ist: der Schweiz mit ihren Bergen, Hamburg nicht nur wegen des Wetters, sondern auch wegen der riesigen Hafenanlagen (150km lang!), Copenhagen wegen der großzügigen Radwege (440km – Vancouver möchte 2020 die grünste Stadt der Welt sein), Frankfurt/NY wegen der Skyline. Die Stadt ist sehr hügelig und abwechslungsreich und, was auffällt, durch keinerlei religiöse Symbole geprägt. Wir haben keine Kirche, keine Moschee und keine Synagoge gesehen. Im Reiseführer wird eine Kirche genannt, sonst nichts. Die Menschen wirken angenehm entspannt.

Nach einem Nachosnack und Bier (Jannis und Malte – just saying … ) in Gastown am Rande des Radrennens „Gastown race“ haben wir noch mit dem Seabus (vergleichbar mit der Linie 25 nach Finkenwerder) abgelegt, um von der gegenüberliegenden Riverside in West-/North-Vancouver einen schönen abendlichen Blick auf die Skyline der Stadt zu erhaschen.

Dann ging’s zurück zu Lori’s & Jasons Haus und nach einer Doppelkopfrunde ins Bett. Der Jet lag ließ mehr nicht zu als müde ins Kissen zu sinken und mit Lust auf mehr-Vancouver einzuschlafen.

Gastown city race
Doppelkopf im pub
Skyline Vancouver
Hungry tigers
Vancouver water drop

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