Das Wetter ist auf unserer Seite! Seit dem Regengruss am ersten Tag wechseln sich Sonne und Wolken ab, perfektes Explorerwetter! P&R funktioniert, daher haben wir unser Auto wie am Vortag in der Garage abgestellt, sind mit dem Skytrain, teils oberirdisch, teils durch Tunnel durch die Hafen- und Industriegebiete im Außenbereich von Vancouver zur Endstation Waterfront gefahren und haben uns dort Fahrräder gemietet. Der viel gepriesene Stanleypark erwies sich als Freizeitpark mit vielen Attraktionen und ebenso vielen, wenig fahrradgeübten Touristen, die die vorgelagerte Insel umrundeten. Immerhin ist an einigen Stellen eindrucksvoll zu sehen, wie es in Vancouver, and der Fraser River Mündung vor 150 Jahren aussah: riesige Tannen und Douglasien, ausschließlich ausgedehnte Wälder. Viel spannender war die City hinterher: eine hügelige Tour durch Hochhauslandschaften, immer wieder durchbrochen durch aufwändig gestaltete Gärten, Dachgarten mit großen Bäumen und kunstvollen Hecken. Da die Hochhäuser zum großen Teil vollständig verglast sind, ist der Gesamteindruck sehr schön. Und immer wieder der Fraser River, die Bucht und der Fjord zum Pazifik. Traumhaft schön! Endziel des Tages war das Footballspiel der heimischen BC Lions gegen die leider sehr viel besseren Eskimos aus Edmonton; das Spiel ging 36:6 aus, der Stimmung der Fans tat das keinen Abbruch, da das Essen gut war und es schien, als träfe man sich zum Spiel alternativ zum Essen in einem Diner. Spass gemacht hat’s trotzdem und am Ende hatten auch Dagmar und ich die zugegebenermaßen einfachen Regeln verstanden.

An Tag 3 Vancouver stand ein Ausflug zu einem der drei Hausberge, dem Grouse Mountain, auf dem Programm. Das ehrgeizige Zeil, um 11 Uhr aufzubrechen, nur knapp gerissen, verbrachten wir die nächsten zwei Stunden im Stau durch Vancouver, um dann am Eintrittspreis zur Gondelfahrt auf die Spitze des Berges zu scheitern – 240EUR für 6 Personen war uns doch zu viel. Ganz in der Nähe sahen wir dann aber den Kapilanoriver und Staudamm, von wo aus wir zu einem Trail durch die Wälder aufbrachen; Kanada, wie man es sich vorstellt. Wie der Blick auf den Schwarzwald von der Dreisam aus, nur viel größer und imposanter.Als wir am späten Nachmittag nach Tsawassen zurückkehrten, bereiteten wir das German Abendessen – Pfannkuchen mit verschiedenen Füllungen – vor, füllten alles in Tupperdosen um und transportierten es über die Grenze zum Ferienhaus von Mc Douglas in die USA. Die eigentlich kanadische Halbinsel ist an der Spitze amerikanisch; in diesem Teil gibt es nur wenige Häuser, viel Wald und eine überdimensionierte Grenzanlage. Lori&Jason haben in diesem Haus mitten im Wald 12 Jahre gelebt, sie lieben die Natur und träumen dazu, noch ein weiteres Waldstück zu kaufen und eine Mountainbikeanlage dort für den eigenen Gebrauch zu bauen. Die Jungs sind am Ende des Abends zurück über die Grenze gelaufen und Dagmar und ich haben die Essen-auf-Rädern-return Tour gemacht.

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